Sie wollen Ihren Garten kündigen? Was müssen Sie beachten?

    1. Wann muss ich kündigen?
    2. Kündigungsfrist durch den Pächter ist gem. unserer Satzung spätestens der 3. Werktag im August und die Kündigung erfolgt dann zum 30.11. des gleichen Kalenderjahres.

    3. Wie muss ich kündigen
    4. Die Kündigung muss schriftlich (per Brief) und eigenhändig unterschrieben durch den Pächter beim Vorstand (Anschrift: Kleingärtnerverein Eckenheim e.V., Gederner Str. 19, 60435 Frankfurt am Main) eingehen.

      Es ist ausreichend, die Kündigung per einfachen Brief abzusenden. Sie erhalten auch schnellst möglich eine Kündigungsbestätigung durch den/die Schriftführer(in).

      Sollten Sie dennoch einen Nachweis über die Zustellung haben wollen, nutzen Sie bitte die Möglichkeit eines "Einwurfeinschreibens"
      Hinweis: Wir sind alle nur ehrenamtlich tätig und dem Vorsitzenden (der die Post empfängt) ist es aus beruflichen Gründen oftmals nicht möglich, andere Einschreibearten in der Postfiliale zu den dortigen gängigen Öffnungszeiten abzuholen. So kann es vorkommen, dass andere Einschreiben durchaus an den Absender zurück gesendet werden und Fristen versäumt werden könnten.

    5. Kündigungsbestätigung
    6. Mit der Kündigungsbestätigung erhalten Sie in der Regel auch eine Anlage zugesandt, mit der Sie aufgefordert werden, eine Wertermittlung Ihres Gartens in Auftrag zu geben.
      Diese Wertermittlung ist Grundlage und Voraussetzung, dass der Garten übergeben werden kann. Die Kosten der Wertermittlung hat - gem. unserer Satzung - der Pächter zu tragen.
      Nach Rücksendung dieses Wertermittlungsauftrages werden sich unsere Wertermittler mit Ihnen in bzgl. einer Terminabsprache in Verbindung setzen.

    7. Wertermittlung
    8. Die Wertermittlung wird gem. den Regeln der Wertermittlungsrichtlinie des Landesverbandes Hessen der Kleingärtner e.V. - veröffentlicht im Hessischen Staatsanzeiger Oktober 2009 Ausgabe 41- durchgeführt.
      Die durch den KGV Eckenheim e.V. zur Verfügung stehenden Wertermittler wurden durch die Stadtgruppe der Kleingärtner Frankfurt e.V. in mehrtägigen Seminaren geschult. Die Übergabebeträge werden mit Hilfe eines durch den Landesverband entwickelten Programms berechnet.

      Bewertet werden nur „kleingärtnerisch“ notwendige Dinge wie z.B.:

      • Lauben (in einfacher Ausführung)
      • Wasserleitungen mit max. zwei Standrohren (keine Leitung in die Hütte)
      • Gießwasserbecken (Regentonnen)
      • Saugrohre (Handwasserpumpen)
      • kleingärtnerische Kulturen, die dem Bepflanzungsplan und der Gartenordnung entsprechen
      • Plattenwege welche eingefasst sind, die zur Laube führen
      • Spaliergerüste (im Wert einer einfachen Ausführung)
      • Biotop bis zu 8 m²/400m² Garten (Am Rand flach zur Mitte hin tiefer werdend bis zu min. 80 cm) Abgrenzung hierzu Fischteich (unzulässig)

      Alle anderen Dinge, z.B. unzulässige bauliche Einrichtungen, alle beweglichen Gegenstände, Mobiliar in der Laube, etc. werden als "Entsorgungskosten" erfasst.
      Ebenso wird der Rückbau von Rasenflächen, sollte nicht mindestens 1/3 kleingärtnerische Nutzfläche vorhanden sein, als Kostenpunkt zu Lasten des Pächters berechnet.
      In Gleicher Weise werden Kosten für alle der Gartenordnung entgegenstehenden Punkte berechnet und ggf. in Abzug gebracht. Insbesondere betrifft das:

      • Fehlender Baumschnitt und dessen Entsorgung
      • Entfernung und Entsorgung kranker oder zu alter Bäume
      • Entfernung und Entsorgung vorhandener Wurzeln, bzw. Baumstümpfe
      • Rückschnitt von Hecken und Ziergehölzen, sowie die Entsorgung des Grünschnitt
      • Entleerung des Kompost
      • Entfernung von sonstigen Unrat / Schnittgut auf der Pachtfläche

      Das Ergebnis der Wertermittlung wird mit Ihnen ein Vorstandsmitglied (i.d:R. einer der beiden Vorsitzenden) nach erneuter Terminabsprache besprechen.
      Sie erhalten dann die Möglichkeit, noch zu erledigende Arbeiten innerhalb einer angemessenen Frist selbst zu erledigen. Andernfalls wird der KGV Eckenheim e.V. diese kostenpflichtig durchführen lassen.

    9. Weiterverpachtung
    10. Erst nachdem sich Sie und der KGV Eckenheim e.V. über das Ergebnis der Wertermittlung und damit auf einen Übernahmepreis geeinigt haben, kann der Garten weiterverpachtet werden.
      Beachte: Der KGV Eckenheim e.V. ist lediglich Zwischenpächter des Grundstücks, d.h. alles auf dem Grundstück befindlichen Einrichtungen, Anpflanzungen stehen im Eigentum des jeweiligen Pächters. Als solches ist der Pächter des Grundstücks für deren Erhalt und Pflege bis zur Gartenübergabe verwantwortlich.
      Der KGV kann grds. auch eine Entfernung aller baulichen Einrichtungen und Anpflanzungen und auch eine Gebühr zur Verwaltung des Grundstücks bis zu einer Weiterverpachtung verlangen.

      Eine Überweisung des Übernahmebetrages an den Pächter erfolgt erst nach Zahlung des Übernahmebetrages durch den Nachpächter und Eingang des Geldes auf dem Vereinskonto